Rosen richtig pflanzen

Gartenrosen bieten gegenüber anderen Gewächsen einen wichtigen Vorteil: Wenn nicht gerade extreme Kälte und Bodenfrost herrschen, können sie das ganze Jahr über gepflanzt werden! Dennoch gibt es bei der Pflanzung von Rosen einige Dinge zu beachten – mit dieser Anleitung erfahren Sie alles Wissenswerte, um ihren Garten mit den edlen Pflanzen zu verschönern.

Dabei steht zuerst die Wahl der richtigen Rose zum richtigen Zeitpunkt:

Rosen pflanzen im Herbst

Den ganzen Sommer über hat sich der Boden aufgewärmt, nun ist es Zeit, das zu nutzen: Pflanzen Sie Ihre Rosen von Mitte Oktober bis November und profitieren Sie von der Restwärme aus dem Sommer. In diesem Zeitraum empfiehlt sich die Pflanzung von wurzelnackten Rosen, denn die Wärme tut der Wurzelbildung gut, und die Rosen haben bis zum Frühjahr Zeit, Triebe auszubilden.

Tipp: Vor dem 1. Oktober keine wurzelnackten Rosen pflanzen – sie sind häufig zu früh geerntet worden und daher nicht wintertauglich!

Rosen pflanzen im Frühjahr

Auch im Frühjahr empfiehlt sich der Einsatz von wurzelnackten/verpackten Rosen. Hier sollten Sie darauf achten, dass die Rose noch nicht zu stark ausgetrieben ist – denn je mehr sie bereits vor der Pflanzung ausgetrieben ist, desto länger dauert das Anwachsen.

Rosen pflanzen im Sommer

Sommer, Sonne, Containerrosen! Was früher eine Seltenheit war, ist heute Standard: Rosen pflanzen im Sommer – ein Verdienst der Containerrose. Die will allerdings auch ein bisschen gepflegt werden: Achten Sie auf kontinuierliche Bewässerung ihres Schützlings, denn erst im zweiten Jahr ist die neu gepflanzte Rose so weit, sich selbst mit Wasser versorgen zu können.

Wichtig bei der Rosenpflanzung

Tiefe Wurzeln: Rosenwurzeln reichen tief in die Erde – bis zu 80 cm können erreicht werden! Das sollten Sie schon bei der Pflanzung beachten und dementsprechend den Untergrund prüfen. Mutterboden, der nur wenige Zentimeter über stark verdichteter Erde oder gar Beton liegt, scheidet als Standort aus!

Schädlinge unschädlich machen: Bereits vor dem Pflanzen sollten Sie darauf achten, Bodenunkräuter effektiv zu entfernen – denn hat Ihre Rose erst einmal Wurzeln geschlagen, ist diese Aufgabe ungleich viel schwerer. Wenn Sie wurzelnackte Rosen pflanzen, kürzen sie die grünen Triebe auf ca. 15-20 cm, dasselbe gilt für Pfahlwurzel und gebrochene Wurzeln.

Tipp: Schonen Sie dabei die Faserwurzeln – damit nimmt Ihre Rose ausreichend Wasser und Nährstoffe auf, um im Sommer schön zu blühen!

Für einen guten Start am neuen Standort

40x40x40 – das sind Höhe, Breite und Tiefe des optimalen Pflanzlochs. Achten Sie auch darauf, dass das Pflanzloch unten angelockert ist, um es den Wurzeln einfacher zu machen. Nachdem Sie das Loch mit geeigneter Gartenerde gefüllt haben, sollten sie einmal gründlich wässern – so schließen sich Hohlräume und die Wurzeln passen sich in die Erde ein.

Tipp: Gerade bei der Frühjahrsbepflanzung von wurzelnackten Rosen empfiehlt sich vor der Pflanzung ein ausgiebiges Wasserbad von etwa 10-12 Stunden. Dabei füllen die Pflanzen ihr Wasserreservoir neu auf und haben so einen guten Start am neuen Standort.

Schützen Sie die jungen Setzlinge

Unabhängig von der Jahreszeit, zu der Sie Ihre Rosen einpflanzen, sollten Sie darauf achten, dass die jungen Pflanzen effektiv vor Wind und Wetter geschützt sind. Um das zu gewährleisten, häufeln sie Erde auf die Pflanze, bis nur noch die Spitzen der Triebe herausragen – so sind die Rosen sicher, bis ausreichend neue Wurzeln entstanden sind und die Eigenversorgung der Rose gewährleistet ist.

Tipp: Nach den ersten Monaten können Sie mit entsprechender Düngung und regelmäßigem Schnitt für ein durchgängig gesundes Wachstum Ihrer Rosen sorgen.