Rosenzüchter Johann Christoph Schmidt (1803-1868)

Johann Christoph Schmidt arbeitete in seinen jungen Jahren in der Wachsfabrik seines Vaters als Wachsbossierer. Der Grundstoff für die gestalteten Wachsfiguren ist Bienenwachs. Genau wegen dieser Naturprodukte, dass die Wachsfabrik durch eine eigene Imkerei selbst produzierte, kam Schmidt zum Blumenanbau.

1823 gründete Johann Christoph Schmidt seinen Gartenbaubetrieb in Erfurt und betrieb einen erfolgreichen internationalen Versandhandel mit Pflanzen, Sämereien einer Bukettbinderei und war auch Hoflieferant seiner königlichen Majestät. Gemeinsam züchtete er mit seinem Chefgärtner Hermann Kiese erfolgreich Rosen, die 1906 in den Handel kamen. Sein wirtschaftlicher Erfolg brachte ihm und der Stadt Erfurt international einen guten Ruf ein. In Erfurt und der Umgebung ging er als „Blumenschmidt“ oder auch „Palmenschmidt“ in die Stadtgeschichte der Blumenstadt ein. Schon im Jahre 1842 hatte das Unternehmen „Blumenschmidt“ bereits 360 Sorten unterschiedliche Pflanzen und Sämereien und Knollen. Aus einem ganz bescheidenen Anfangsstadium der Firma entwickelte sich das Gartenbauunternehmen zu einer Weltfirma.

Seine wichtigsten Züchtungen:

Kletterrose Veilchenblau

Ein Rambler mit außergewöhnlicher Farbe. Zu Beginn ein rötliches Violett, das sich grau-violett verändert. Die wüchsige Rose ist fast stachellos, überreich-, aber einmalblühend.

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