Hochbeet Tipps für Ihren Garten

Im Garten hoch hinaus: Ein Hochbeet lässt sich einfach konstruieren und bietet dem Gärtner zahlreiche Vorteile. So ermöglicht die hoch gelegene Pflanzebene ein rückenschonendes Arbeiten, das spezielle Mikroklima sorgt zudem für eine frühere Ernte und höhere Erträge. Doch wie wird das praktische Beet eigentlich angelegt?

Als beste Zeit zum Errichten eines Hochbeet gilt der Herbst oder das Frühjahr. Die Ausrichtung des Beetes erfolgt idealerweise in Nord-Süd-Richtung, sodass das Sonnenlicht optimal genutzt werden kann. Angelegt wird das Beet gewöhnlich in einer angenehmen Arbeitshöhe von 50 bis 90 Zentimetern. Die Umrandung wird zumeist aus einer rechteckigen Holzkonstruktion gezimmert, kann aber auch aus Stein oder Betonplatten bestehen. Breite und Länge werden so gewählt, dass das Beet von allen Seiten gut zugänglich ist. Besonders die Mitte der Pflanzfläche sollte bequem erreichbar sein. Der Erdboden innerhalb des Holzrahmens wird bis zu einer Tiefe von 30 Zentimetern grubenartig ausgehoben. Diese Grube wird an ihrer Grundfläche mit einer Lage Kaninchendraht versehen. Das Hochbeet wird nun mit drei verschiedenen Schichten befüllt, die von unten nach oben immer feiner werden. Die unterste Schicht ist dabei am gröbsten gestaltet. Bestehend aus Zweigen und Ästen sorgt sie dafür, dass die nachfolgenden Lagen gut belüftet werden und optimal verrotten können. Die Folgeschicht sollte gut zerkleinerte Grünabfälle, Laub und Stallmist enthalten. Als letzte Lage folgt schließlich eine Schicht humusreicher Gartenerde.

Die eingebrachten Schichten beginnen im Laufe der Zeit, sich zu zersetzen und produzieren dabei Wärme. Diese Verrottungswärme sorgt dafür, dass die Temperatur im Boden grundsätzlich um fünf bis acht Grad Celsius höher liegt als in einem herkömmlichen Flachbeet. Saatgut und Gemüsepflanzen sprießen in diesem warmen Umfeld weitaus früher. Die reichlich vorhandenen Nährstoffe sorgen darüber hinaus für einen zusätzlichen Wachstumsschub.

Die tischhohe Arbeitsfläche bietet zudem noch weitere Vorteile. Zum einen ermöglicht sie ein rückenschonendes Arbeiten beim Pflanzen, Jäten und Pikieren. Wenn Sie Kinder haben gibt es spezielle Hochbeete, die etwas niedriger sind. Zum anderen werden viele Schädlinge durch die Höhe des Beetes erfolgreich abgehalten. Schnecken finden nur selten den Weg in die „luftigen Höhen“ des Hochbeetes und aufgrund des Kaninchendrahtes als untere Hochbeetbegrenzung, ist das junge Gemüse auch vor Wühlmausangriffen bestens geschützt. Mit wenig Mühe lässt sich ein Hochbeet in jedem Garten anlegen. Eine frühe Ernte und reiche Erträge sind dem Gärtner gewiss.